Unter freiem Himmel kochen, im idyllischen Garten eines Obsthofes im Alten Land gemeinsam nach südafrikanischer Art im „Potjie” rühren – nachdem Geschäftsführerin Jutta Kemkes die „NDR nordstory” über das Angebot auf dem Obsthof Schuback im Fernsehen gesehen hatte, war klar: das wird unser Betriebsausflug.

Los geht‘s am 14. Juli. Die Wetterfrösche spielen auch mit an diesem Donnerstag. Mit zwei Autos machen wir uns auf den Weg entlang der Elbe, vorbei am Finkenwerder Airbus-Werk, weiter Richtung Altes Land, „Hamburgs Obstgarten”, wie es so schön heißt.buschkochen2

Nach knapp einer Stunde Fahrt sind wir da. Die Begrüßung ist herzlich und wir werden sogleich zünftig ausstaffiert für unser Vorhaben, nämlich mit einem Bollerwagen voller Zubehör und Zutaten für das Buschkochen. So ziehen wir los Richtung Kochstelle im Grünen, wo es nach kurzer Einweisung durch eine Obsthof-Mitarbeiterin auch gleich zur Sache gehen kann. Jetzt heißt es zupacken und mitmachen. Jeder im Team sucht sich eine Aufgabe, die ihm oder ihr liegt, so einigermaßen jedenfalls. Also, Kartoffeln schneiden, Champignons putzen, Möhren schälen oder Teig kneten für das Brot. Dank eingespieltem Teamwork waren die Vorbereitungen schnell erledigt. Der Brotteig, angerührt mit einer Flasche Bier, kommt in eine gusseiserne Form und wird einfach auf etwas Glut abgestellt. Zusätzlich kommen auf den Deckel einige Eierbriketts. Ob das was wird?

Jetzt den Potjie auf die Glut. Nach und nach werden nun die Zutaten angebraten, zuerst die Hähnchenbrustfilets. Diese urige Art der Essenszubereitung stammt aus Südafrika. Holländische Siedler führten sie im 19. Jahrhundert dort ein.
So, wir haben uns nun einen Kaffee und Tee verdient und genießen dabei die wunderschöne Natur um uns herum – eine gute Gelegenheit auch für das Team, unsere neue Kollegin Shujun Mu näher kennenzulernen, umgekehrt natürlich genauso. Sie ist unzweifelhaft eine Kirschenliebhaberin und isst tatsächlich lieber saure Kirschen als die süßen!

 

Während das Essen so vor sich hin gart, nutzen wir die Gelegenheit, den Obsthof mitsamt Hofladen zu erkunden. Mehrere unterschiedliche Räumlichkeiten bieten reichlich Platz für Veranstaltungen. Rustikal und gemütlich geht es hier zu. In dem kleinen Laden sind neben Souvenirs und Obst unter anderem hausgemachte Köstlichkeiten wie Marmeladen, Säfte und Gelees sowie hochprozentige Obstbrände erhältlich. Der Clou: Gummibächen aus Apfelsaft – sehr lecker!

Schnell ist eine Stunde rum, wir sind zurück am Kochplatz im Busch. Die Brotbackform und der Potjie werden vorsichtibuschkochen3g geöffnet. Das Brot strahlt uns in einem herrlichen Gelb und außen mit der richtigen Bräune entgegen. Es hat also geklappt, so simpel und so genial! Unsere anfänglichen Zweifel waren unbegründet. Aus dem Potjie duftet es köstlich, irgendwie herzhaft-lieblich – uns läuft das Wasser im Munde zusammen! Schnell was auf die Teller, Brot dazu und probieren. Alle mampfen begeistert drauf los. Dazu gibt es – wie kann es anders sein – verschiedene Sorten von Apfelsaft.

Mittlerweile spielen die Wetterfrösche nicht mehr so richtig mit, aber unter einem riesigen Sonnenschirm und dank seitlichem Windschutz fühlen wir uns geborgen und wohl.

Nachdem alles verzehrt ist, der Kochplatz aufgeräumt und das Zubehör wieder im Bollerwagen verstaut, geht‘s wieder Richtung Heimat. Ein Verkehrsstau vor der A7 beschert uns die Fahrt über einen Umweg. So kommen wir über die Köhlbrandbrücke, die Freihafenbrücke und durch die Hafen City. Ungeplantes Sightseeing, ein willkommener Nebeneffekt.

 

 

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Das war ein richtig schöner Nachmittag!

Machen wir das nochmal?

…..könnte schon sein, sagt die Chefin.